Angedacht

Die Sommerzeit geht ihrem Ende entgegen. Alle Verreisten kehren zurück. Die Gartenlauben werden ungemütlicher zum Übernachten. Abends leuchten wieder mehr Lichter in den Wohnungen und auch das Leben in der Kirchengemeinde nimmt seine gewohnten Bahnen ein. Manchmal sind es die alten, aber der Sommer hat nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen ein Stück verändert. Für viele war es die Gelegenheit, in neue Rollen zu schlüpfen. Die Emsigen haben mal alle Fünfe gerade sein lassen. Die Schreibtischmenschen sind zu Wanderungen und Fahrradtouren aufgebrochen. Die Städterinnen und Städter haben geharkt, gegossen und geerntet. Die Binnenländer sind zur See gefahren. An manchen Sonntagen war es etwas leerer in der Kirche, an anderen kamen große Tauffamilien. Manche Aufgabe musste neu geregelt werden, weil auch unsere ehrenamtlichen Kräfte hin und wieder Urlaub brauchen. Zum ersten Mal die Glockenläuten, Vertretungsorganisten begrüßen, Lektorendienst übernehmen, Bürovertretungen meistern, die Sommermusiken begleiten, Pizza servieren für ein Blasorchester und vieles mehr. Das waren die neuen Erfahrungen in dieser Sommerzeit. Da gab es viel Unterstützung innerhalb unserer Gemeinden – die Johannisthaler Glocken läuteten in ihrem 

Übereifer sogar von selbst – mitten in der Predigt. Solche Momente haben Bewegung in unser Gemeindeleben gebracht.

 

Nun sind alle Kräfte wieder an Bord und wir blicken auf die kommende Zeit. Wichtige Wochen und Monate liegen vor uns, die es zu gestalten gilt. Allein in diesem Heft sind schon eine Menge verlockender Angebote zu finden: der Schulanfangsgottesdienst – zum ersten Mal an einem Freitagnachmittag, direkt vor dem großen Tag der Einschulung; ein Jugendgottesdienst zum Abschluss der obligatorischen WG-Woche; das Sommerfest der Gemeinden Baumschulenweg und Johannisthal mit Kuchen, Musik, Andacht und Feuer am Abend; Gemeindeversammlung an beiden Orten; das Treptower Orgeljubiläum; unsere diesjährige Familienfahrt nach Mötzow; der erste Gemeindeabend in Baumschulenweg; ein gemeinsamer Familiengottesdienst zu Erntedank in der Kirche Zum Vaterhaus. Dies sind nur einige Höhepunkte, die uns in den kommenden Wochen erwarten.

 

Ein noch wichtigeres Ereignis werden die Wahlen der neuen Gemeindekirchenräte am 3. November sein. Sie werfen bereits ihre Schatten voraus.

 

Mitten in allen Vorbereitungen, im Schuljahresanfang, am Ferienende

leuchtet uns der Monatsspruch für August entgegen: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ Was für eine starke Botschaft. In den folgenden Versen des Matthäusevangeliums wird sie noch weiter ausgemalt: Gutes soll sich ausbreiten bei denen, die sich von Gottes Wort berühren lassen. Und dabei heißt es nicht, wartet auf die, die da kommen, sondern geht und verkündet.

 

Dazu möchte ich Sie ermutigen: Nehmen Sie unseren Gemeindegruß und geben Sie ihn gerne weiter.

 

Laden Sie zu unseren spätsommerlichen Veranstaltungen ein, vom Einschulungsgottesdienst über die Geburtstagsfeiern unserer Gemeinden bis hin zur Familienfreizeit.

 

Machen Sie Menschen Mut, sich in unserer Gemeinde zu engagieren, vielleicht zunächst ungewohnte Aufgaben zu übernehmen oder sogar für die Wahl zum Gemeindekirchenrat zu kandidieren. Die Liste zur Kandidatur kann bis zum 19. August noch weiter gefüllt werden.

 

Und bleiben Sie in allem behütet auf Ihren Wegen hinaus in die Stadt,

 

Ihre Julika Wilcke.

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