• Bevor wir um 17 Uhr am 9. November gemeinsam aufbrechen, um einen Spaziergang zu verschiedenen Stolpersteinen in Baumschulenweg zu machen, wollen wir uns gemeinsam und mit einem Buch Gedanken über den Interreligiösen Dialog machen. So wie er heute gelebt werden kann. Wie wir das mit diesem Lesetag auch schon tun.

  • Zum Laternenumzug starten wir dieses Jahr vor der Kirche um 16:30 Uhr mit einem St. Martins – Schattenspiel von Mandy und Sabrina und mit Musik von Malika.

    Malika Alaoui ist eine schweizerisch-marokkanische Sängerin, Komponistin und Performerin. Sie hat mit renommierten Künstlern wie Stuart Hamm und Robert Fripp zusammengearbeitet und für die Berlin Biennale mit Okwui Okpokwasili kooperiert. Vier Jahre lang war Malika weltweit als Lead-Sängerin in Cirque du Soleil’s Alegría auf Tournee.

    Heute lebt sie in Berlin Baumschulenweg und tritt national sowie international mit verschiedenen Projekten auf, darunter NORLYZ feat. Malika Alaoui (Electronica-Jazz-World), Maemo (Afropean Nomad Chanson), Stand-Arts (Jazz, blues, bossa nova) und TAWA (Ethno-Electronica und Open-Air-Luftfresken) von Cie Gratte Ciel.

    Ihre aktuelle EP Aurora Ritual wurde in Zusammenarbeit mit NORLYZ veröffentlicht, und die Debut EP aus ihrem eigenen Projekt Maemo ist jetzt auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

  • Wir laden wieder Groß und Klein herzlich zu unserem Projektchor ein!
    Die Proben beginnen ab dem 18. November. Der Auftritt findet – wie gewohnt – im Rahmen unseres Familiengottesdienstes mit Krippenspiel am 24. Dezember 2025 in der Ev. Kirche Baumschulenweg statt.

    Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid!
    Eure Heli

    Anmeldung und Infos über heli.goetze@gmx.de

  • Am Sonntag, 19. Oktober 2025, gibt es keinen Gottesdienst in Baume, aber im Gottesdienst der Bekenntniskirche Treptow um 11 Uhr wird Bachs Kantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ aufgeführt.

    Es musizieren die Kantorei Baumschulenweg-Treptow, Instrumentalist:innen sowie Polly Ott (Sopran), Vizma Zvaigzne (Alt) und Manuel Nickert (Bass) unter der Leitung von Barbora Yhee. Die Predigt hält Andreas Döhle.

    Eine zweite Aufführung findet am Abend in der Erlöserkirche Lichtenberg statt.

  • Es ist offiziell: Die Aufführungen des Musicals „Jesus Christ Superstar“ finden im Herbst 2026 in unserer Baume-Kirche statt!

    Wer Lust hat, Teil dieses besonderen Projekts zu werden, kann beim Casting am 24. Januar 2026 um 15 Uhr mitmachen.

    📍 Ort: Haus des Kirchenkreises, Großer Saal, Schottstraße 6, 10365 Berlin-Lichtenberg

    👉 Weitere Infos: kantor@evkia.de

    📅 Aufführungstermine: 18./19./20. September 2026

    Ein Musical-Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Süd-Ost.

  • Beppo der Straßenkehrer im Buch Momo von Michael Ende: „Siehst Du, Momo,“ sagte er, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang, die kann man niemals schaffe, denkt man.“ Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst zu tun, und zum Schluss ist man ganz aus der Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen!“

    Was ist los in Baumschulenweg?

  • Beppo dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst Du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur den nächsten.“

    Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

    Nach der Wahl im November konnten im Januar die neuen Gemeindekirchenrät:innen eingeführt werden und ihre konstituierende Sitzung abhalten. Zum Team gehören: Katti Geighardt, Peter Groos, Carola Hoppe (Laienvorsitzende), Helen Landmann, Leo Morper, Jan Schäfer und Manuel Wittke.

    Gemeinsam haben wir nun viel zu tun und das soll Freude machen! Darum machen wir einen Schritt nach dem anderen und behalten im Blick, worum es geht: Die Liebe, die Gott mit allen Menschen teilt, in Baume zu installieren.

    Freu mich auf die nächsten Begegnungen!

    Pfarrerin Carmen Khan

  • von Carmen Khan (vom 28. August 2025)

    Nach meiner Beobachtung kommen sie im Leben alle sieben Jahre – diese tiefen Einschnitte.
    Vor sieben Jahren haben wir unser erstes Kind bekommen, sieben Jahre davor haben wir geheiratet,
    sieben Jahre davor begann ich zu studieren, sieben Jahre davor fand in meinem damaligen regionalen, evangelischen Jugendwerk mein Wechsel von der Teilnehmerin zur Mitarbeiterin statt,
    sieben Jahre davor kam ich in die Schule.

    Jetzt wieder. Nach sieben Jahren. Nachdem wir, als bunte Familie, uns an die unterschiedlichsten Formen von strukturellem Rassismus gewöhnt haben. In einer der letzten Aprilnächte erlitt mein Mann Monir, im Eingangsbereich des Gemeindehauses, gefährliche Körperverletzung, wohl weil es Menschen gibt, die schlicht sein Gesicht nicht mögen.

    Eine Woche später fand vor der Kirche eine Kundgebung mit knapp 500 Beteiligten statt, und über viele Wochen hinweg hatten wir immer frische Blumen in der Wohnung, Schokolade, Karten, Grüße, Gäste und sehr viel Solidarität, die uns durch die schwierige Zeit danach trug. Herzlichen Dank dafür!

    Trotzdem konnte ich die Situation so schlecht ertragen, dass ich mich am 8. Mai, als ich die Pferde des Friedensglockentreck segnete, so dumm am Knie verletzte, dass ich operiert werden musste und darum für ein Vierteljahr ausfiel. Zwischen Therapiesitzungen, Arzt- und Krankenhausbesuchen, Vernehmungen bei der Polizei, Papierkrieg mit Versicherungen, Physiotherapie und der ständigen Sorge um die Kinder erreichte mich die Nachricht, dass mir der GKR per Beschluss das Vertrauen entzogen habe.

    Noch bevor es am 20. Juli, nach dem Gottesdienst, zu einer Gemeindeversammlung kam, traten die verbliebenen Mitglieder des GKRs geschlossen zurück.
    Um die Geschäfte der Gemeinde bis zur (ohnehin so geplanten) Neuwahl am 30.11.25 zu führen, wurde vom Kirchenkreis ein Bevollmächtigtenausschuss  berufen.

    Es ist viel die Rede von Altem und Neuem, und ich habe mir sagen lassen, ich sei so politisch.
    Aus meiner Sicht sind es die Zeiten, die uns auch als Kirche kaum eine andere Wahl lassen, als Menschliches und Unmenschliches deutlich zu benennen und dagegen einzutreten, dass Unfassbares normalisiert wird.

    Gott sei Dank durften wir erleben, dass wir viele sind. Gott sei Dank gibt es neue Chancen und die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Gott sei Dank können alle mitmachen, die das gerne möchten.
    Zum Gottesdienst kommen, Feste feiern, sich an der Wahl des neuen Gemeindekirchenrates beteiligen, Ideen spinnen, Pläne schmieden, im Garten zusammen sitzen, in Gremien Verantwortung übernehmen.
    Und beten. Jede und jeder auf seine Weise.

    Ihre Pfarrerin Carmen Khan