Ein historischer Spaziergang durch Baumschulenweg

Fotografien und Texte recherchiert von Andreas Freiberg

Erfreulicherweise kommen immer häufiger junge Leute nach Baumschulenweg. Sie ziehen in die Wohnblöcke, die in großer Zahl in den 1960er Jahren gebaut wurden. Dafür mussten damals viele Kleingartenanlagen weichen.

 

Die Hauptmagistrale war und ist die Baumschulenstraße, welche mit den herrlichen Bürgerhäusern und florierenden Geschäften eine wichtige Einkaufsstraße war. Auch hier und in den älteren Häusern in den Seitenstraßen gibt es oftmals neue Mieter bzw. Eigentümer. Aber wer wohnte früher dort? Welche Händler gab es? Und wussten Sie, dass durch die Baumschulenstraße sogar eine Straßenbahn fuhr?

 

Geprägt wird Baumschulenweg durch unsere Kirche "Zum Vaterhaus", die ursprünglich für ganz Treptow gebaut wurde. Sie steht als Monument der Geschichte Baumschulenwegs. Aber auch andere Gebäude können viel erzählen.

 

Die Ausstellung soll einen Eindruck von der Entstehung und Entwicklung Baumschulenwegs vermitteln, die eng mit der namensgebenden Baumschule Späth verbunden ist. Nehmen Sie sich Zeit und gehen auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit von Baumschulenweg!

 

Andreas Freiberg, der vor 18 Jahren nach Baumschulenweg zog, widmet sich in seiner Freizeit in detektivischer Kleinarbeit dem Vergangenen. Ihn interessieren die Geschichten hinter den Fassaden.

 

Am 19. Februar 2020 um 19 Uhr erzählt er uns von eben diesen Geschichten. Dazu möchten wir Sie jetzt schon herzlich einladen. Die Ausstellung ist von Januar bis März des kommenden Jahres im

Gemeindehaus zu sehen.

 

Andreas Freiberg und Heike Pudler

Voll der Osten

Es gibt eine neue Ausstellung ab dem 5. Mai in der Kirche zum Vaterhaus anlässlich des Jubiläums "30 Jahre Mauerfall"

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ hatte einer der Grundsätze des Sozialistischen Realismus gelautet. Harald Hauswald verwirklichte diesen Anspruch auf ganz eigene Weise. Dafür bekam er keinen staatlichen Kunstpreis, sondern Ärger mit den SED-Behörden und der Stasi. Natürlich fotografierte Harald Hauswald auch verfallene Fassaden, verkommene Eckkneipen und Schlangen vor Lebensmittelläden. Dennoch war seine Fotografie weniger subversiv als vielmehr eine Liebeserklärung an die Menschen in der DDR. Zwischen den Fotografierten und dem Fotografen entstand für einen kurzen Moment eine fast zärtliche Beziehung, die sich bis heute auf den Betrachter der Bilder überträgt. Der Historiker und Buchautor Stefan Wolle, der ebenfalls in der DDR groß geworden ist, hat zu den Bildern Texte geschrieben. Die Ausstellung präsentiert über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Hauswald.

 

Ausstellungshistorie

Space image
[Next Month]
[Previous Month]
Dezember 2019
MoDiMiDoFrSaSo
48
25
26
27
28
29
30
49
2
3
4
5
6
8
50
9
10
12
13
14
51
16
17
18
19
20
21
52
23
27
28
1
30
2
3
4