Karikaturen-Ausstellung „Glänzende Aussichten - Karikaturen zu Klima, Konsum und anderen Katastrophen“

„Für die Umwelt ist mir kein Weg zu weit“, sagt die Autofahrerin auf dem Parkplatz eines Bioladens, während die vier Auspuffrohre ihres SUVs noch qualmen.

Ab Mitte Oktober zeigen wir in unserem Gemeindehaus eine neue Ausstellung.

 

Karikaturen sind Übertreibungen ins Absurde und Paradoxe. Da schlägt jemand vor, nur noch blaue Plastiktüten zu erlauben, damit das verschmutzte Meer wenigstens noch blau aussieht.

 

Auf witzige und verblüffende Weise verweisen die Karikaturisten auf Abgründe unserer gewohnten Lebensweise. Gleichzeitig konfrontieren sie uns mit der weitverbreiteten Unbekümmertheit, ja Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen unseres Alltags auf zukünftige Generationen, auf andere Länder und auf die Natur als Grundlage menschlichen Lebens. Wir konsumieren da seit langem über unsere Verhältnisse; sind wir wirklich blind für die Folgen?

 

Die Karikaturen zeigen: „Das hat etwas mit mir zu tun“. Besucher erkennen, dass Warten und Schimpfen auf „die Politik“ uns davon ablenken soll, im eigenen Alltag Gewohnheiten zu ändern.

 

Schauen Sie selbst! Die Bilder werden bis Ende des Jahres zu sehen sein.

 

Die Ausstellung wurde vom Hilfswerk MISEREOR in Zusammenarbeit mit namhaften deutschen Karikaturisten erstellt.     

 

Uwe Bauer und Heike Pudler

Voll der Osten

Es gibt eine neue Ausstellung ab dem 5. Mai in der Kirche zum Vaterhaus anlässlich des Jubiläums "30 Jahre Mauerfall"

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ hatte einer der Grundsätze des Sozialistischen Realismus gelautet. Harald Hauswald verwirklichte diesen Anspruch auf ganz eigene Weise. Dafür bekam er keinen staatlichen Kunstpreis, sondern Ärger mit den SED-Behörden und der Stasi. Natürlich fotografierte Harald Hauswald auch verfallene Fassaden, verkommene Eckkneipen und Schlangen vor Lebensmittelläden. Dennoch war seine Fotografie weniger subversiv als vielmehr eine Liebeserklärung an die Menschen in der DDR. Zwischen den Fotografierten und dem Fotografen entstand für einen kurzen Moment eine fast zärtliche Beziehung, die sich bis heute auf den Betrachter der Bilder überträgt. Der Historiker und Buchautor Stefan Wolle, der ebenfalls in der DDR groß geworden ist, hat zu den Bildern Texte geschrieben. Die Ausstellung präsentiert über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Hauswald.

 

Ausstellungshistorie

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